GMES Deutschland GMES Deutschland GMES Deutschland

„Seegangsmonitor“ (Teilprojekt 3 des Verbundprojektes DeMarine-2)

DruckversionPDF generieren
Kurzbeschreibung

Seegangsvorhersagen (SVS) sind Bestandteil von Seewetterberichten und Warnungen, sie bilden die Grundlage weltweiter Schiffsroutenberatungen, gewinnen aber auch zunehmend an Bedeutung für den Küstenschutz. Unfälle wie der Seeschlag an der Plattform FINO1 am 1. November 2006 im Sturm “Britta” haben die besondere Gefährdung der Offshore-Industrie durch hohen Seegang deutlich gemacht.

Mit der Verbesserung der Numerischen Wettervorhersage (NWV) ist in den letzten Jahren auch die Vorhersageleistung des SVS stetig gestiegen, allerdings bestehen besonders im Küstenbereich noch erhebliche Defizite. So werden Wellen im Flachwasser von den Modellen meist überschätzt, einerseits wegen zu geringer Auflösung der Bodentopographie und andererseits weil der Mechanismus des Wellenbrechens nicht ausreichend gut parameterisiert ist. Änderungen der Wassertiefe durch Gezeiten und durch Windstau werden nicht berücksichtigt in der gegenwärtigen Modellkonfiguration. Insbesondere in der Konstruktionsphase gelten aber für Arbeiten im Offshorebereich oft sehr geringe kritische Schwellwerte. Wellen spielen aber auch eine Rolle beim Küstenschutz, sei es als zusätzliche Belastung der Deiche bei Sturmfluten oder als Quelle küstenparalleler, die Erosion fördernder Strömungen.

Der Seegangsmonitor bietet eine hochauflösende Analyse und Vorhersage von Seegangsparametern wie Richtung, Höhe und Periode einschließlich der zugehörigen Validationsmaße für den Bereich der Deutschen Küsten in Form von Karten, Zeitreihendarstellungen und Tabellen.

Der Service für die Nutzer besteht in einer direkten Auslieferung (ftp, E-Mail) und/oder mit Einschränkungen auf einem Web-Portal.

Primäre thematische Zuordnung
Überwachung der Meeresumwelt
Federführende Behörde/Institution
Deutscher Wetterdienst
Ansprechpartner
Titel
Dr.
Vorname
Thomas
Name
Bruns
Institution / Behörde
Deutscher Wetterdienst
Telefon
+49 40 6690 1818
E-Mail

thomas [dot] bruns [at] dwd [dot] de

Beteiligte Partner-Behörden/Institutionen
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg
Institut für Methodik der Fernerkundung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Oberpfaffenhofen (assoziiert)
Institut für Küstenforschung, Helmholtzzentrum Geesthacht (assoziiert)
Laufzeit
2012 - 2014
Status der Aktivität
Finanzierung beantragt