Der Begriff „in situ“, also „am Platz“ oder „an Ort und Stelle“ wird in GMES etwas weiter gefasst als in anderen Zusammenhängen. Hier fasst man unter dem Begriff der In Situ Komponente all die Beobachtungssysteme zusammen, die nicht im Weltraum betrieben werden. Dies sind beispielsweise
Auch Informationsprodukte, die auf Basis solcher Beobachtungen erstellt werden, werden dazu gezählt. Wichtige Beispiele sind:
Disaster Extent Map
Overview Space map of location
Location: Lower Saxony - AOI1
Product: Flood
Scale: 1:50000
Data sources:
Rapid Eye & Cosmo-SkyMed
Providers: DLR
Die In Situ Systeme werden von den Mitgliedsstaaten betrieben. In einigen Fällen werden deren Systeme auch bereits europaweit oder weltweit koordiniert. Beispielsweise führt EuroGeoGraphics topographische Daten der nationalen kartographischen Dienste zusammen. EuroGeoSurveys führt in ähnlicher Weise geologische Informationen der geologischen Dienste zusammen.
Die GMES Dienste nutzen die Informationen der Mitgliedsstaaten bzw. der koordinierenden Institutionen. Die Europäische Kommission übernimmt die Verantwortung dafür, dass die notwendigen Vereinbarungen geschlossen und die entsprechenden technischen Schnittstellen geschaffen werden.
Eine gemeinsame europäische Geodateninfrastruktur ist eine zentrale Grundlage für die Anbindung der benötigten in situ Daten und Produkte an die GMES Dienste. Die europäische Inspire-Richtline ist insofern eng mit dem Aufbau von GMES verknüpft und ist eine Grundlage für dessen Erfolg.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) koordiniert im Auftrag der Kommission die In Situ Komponente von GMES. Seit 2010 führt die EUA diese Aktivitäten unter dem GMES In Situ Coordination (GISC) Projekt durch. Die EUA bedient sich in dieser Koordination ihrer etablierten Netzwerke relevanter Institutionen ihrer Mitglieder. Besonders das EIONET (European Environment and Information and Observation Network) ist dabei von großer Bedeutung.